Herzlichen Glückwunsch – das ist die Realität, wenn du dich von großen Zahlen blenden lässt, ohne genauer hinzuschauen. Im Influencer-Marketing geht es nicht um Quantität, sondern um Qualität. Und doch begegnen mir immer wieder Dienstleister, die auf die falschen Influencer setzen, weil sie von einer hohen Followerzahl beeindruckt sind.
Aber was, wenn die Hälfte dieser Follower gar nicht echt ist? Willkommen in der Welt der Fake-Follower auf Instagram. In diesem Artikel zeige ich dir, warum Fake-Follower für dein Business schädlich sind, wie du sie erkennst und vor allem: wie du Influencer findest, die wirklich zu deiner Marke passen.

Warum Fake-Follower schlecht für dein Business sind
1. Verfälschte Zielgruppenanalyse
Die meisten gekauften Follower sind inaktive Accounts oder Bots aus Ländern, die nichts mit deinem Markt zu tun haben. Wenn die Followerbasis eines Accounts zu einem großen Teil aus Fake-Accounts besteht, versteht Instagram den Algorithmus deiner Marke nicht mehr. Ergebnis? Deine Inhalte werden an die falschen Menschen ausgespielt – und verpuffen im Nirgendwo.
2. Schlechte Engagement-Rate
Fake-Follower interagieren nicht. Sie liken nichts, kommentieren nichts und kaufen garantiert nichts. Selbst wenn ein Influencer Hunderttausende Follower hat, bleibt die Engagement-Rate bei Fake-Followern oft erschreckend niedrig. Für dich bedeutet das: Die Kooperation bringt null Ergebnisse.
3. Verlust von Glaubwürdigkeit
Wenn Kunden erkennen, dass du mit Influencern arbeitest, die offensichtlich Fake-Follower haben, leidet dein Ruf. Und lass uns ehrlich sein: In einer Branche, die auf Vertrauen aufbaut, ist das der Worst Case.
4. Rechtliche Risiken
Hier wird es spannend: Der Kauf von Fake-Followern ist rechtlich gesehen nicht verboten, aber es verstößt gegen die Richtlinien von Instagram und kann als „unlautere geschäftliche Handlung“ gemäß § 3 UWG gewertet werden (Quelle: Anwalt-Daum.de). Wenn ein Influencer Fake-Follower kauft und dich das schädigt, könnten sogar Schadenersatzansprüche ins Spiel kommen.
Wie du Fake-Follower erkennst
1. Plötzlicher Anstieg der Follower
Ein Influencer, der über Nacht Tausende neue Follower gewinnt, ist verdächtig. Natürlich kann ein viraler Post für Wachstum sorgen – aber in der Regel passiert das organisch und nicht auf einen Schlag.
2. Unpassende Followerprofile
Wenn ein Influencer aus Deutschland hauptsächlich Follower aus Indien, Bangladesch oder Pakistan hat, sollte bei dir die Alarmglocke schrillen. Diese Länder sind oft die Quelle von gekauften Accounts.
3. Niedrige Engagement-Rate
Ein Influencer mit 100.000 Followern und 50 Likes pro Post? Fake-Follower sind die wahrscheinlichste Ursache. Eine gute Engagement-Rate liegt im Bereich von 3–5 % oder höher.
4. Verdächtige Kommentare
Wenn Kommentare wie „Nice pic“ oder „😍🔥“ gehäuft auftreten, ohne dass sie zum Inhalt passen, sind das klare Hinweise auf gekaufte Interaktionen.
5. Tools wie inBeat nutzen
Ein Tool wie inBeat kann dir dabei helfen, die Echtheit eines Accounts zu überprüfen. Es zeigt dir, wie viele Follower echt sind, wie hoch die Engagement-Rate ist und gibt einen Score von 0 bis 10, der die Authentizität bewertet. Mit solchen Tools kannst du sicherstellen, dass dein Influencer wirklich hält, was er verspricht.

Der Score oben von 2,8 deutet auf die Qualität des Accounts hin. 10 ist das höchste und das beste.
Ist der Kauf von Followern legal?
Rechtlich erlaubt, aber moralisch fragwürdig
Laut § 134 BGB gibt es kein gesetzliches Verbot für den Kauf oder Verkauf von Followern. Solche Verträge zwischen Anbieter und Käufer sind also gültig.
Verstoß gegen Plattform-Richtlinien
Instagram, Facebook und Twitter verbieten den Kauf von Followern ausdrücklich. Verstöße können zur Sperrung oder Löschung des Accounts führen – ein massives Risiko für Influencer.
Wettbewerbsrechtliche Probleme
Für Influencer und Unternehmen kann der Kauf von Fake-Followern eine „unlautere geschäftliche Handlung“ gemäß § 3 UWG darstellen, da eine hohe Followerzahl eine Beliebtheit vortäuscht, die es nicht gibt. Besonders Unternehmen könnten Schadenersatz leisten müssen, wenn sie Kunden mit solchen Praktiken täuschen.
Wie du in die richtigen Influencer investierst
1. Zielgruppenanalyse
Überlege dir genau, welche Zielgruppe du erreichen willst. Passt der Influencer zu deiner Branche? Teilen seine Follower ähnliche Interessen wie deine Kunden?
2. Engagement statt Followerzahl
Ein Influencer mit 5.000 aktiven Followern kann für dein Business viel wertvoller sein als jemand mit 100.000 inaktiven Followern. Achte auf Likes, Kommentare und Interaktionen.
3. Content-Qualität
Schau dir an, wie der Influencer Inhalte erstellt. Sind die Beiträge hochwertig? Passt der Stil zu deiner Marke?
4. Tools nutzen
Nutze Tools wie inBeat, so kannst du sicherstellen, dass die Follower des Influencers echt sind. Eine Analyse vor der Zusammenarbeit spart dir Geld und Nerven.
5. Transparente Kommunikation
Sprich offen mit Influencern über deine Erwartungen und Ziele. Authentische Influencer werden genauso offen mit dir kommunizieren und dir Einblicke in ihre Insights geben.
Warum Qualität vor Quantität geht
Fazit: Investiere in Authentizität, nicht in Illusionen
Und denk daran: Tools wie inBeat können dir helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Influencer-Marketing ist eine mächtige Strategie – aber nur, wenn du dich für Qualität entscheidest.
Wenn du weitere Fragen zu diesem Thema hast, melde dich gerne bei mir.
Sabine
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