Fake-Follower auf Instagram: Wie Dienstleister in die richtigen Influencer investieren – und worauf sie achten müssen

von | 23. Jan. 2025 | Für Dienstleister, Social Media | 0 Kommentare

Schon mal einen schicken Anzug online bestellt und festgestellt, dass der Stoff so kratzig ist, dass du dich am liebsten aus dem Fenster stürzen würdest? Oder ein schönes Auto gekauft, das nach 10 Kilometern liegen bleibt? Genau so fühlt es sich an, wenn du mit einem Influencer arbeitest, dessen Followerzahl beeindruckend aussieht, aber null Substanz dahintersteckt.

Herzlichen Glückwunsch – das ist die Realität, wenn du dich von großen Zahlen blenden lässt, ohne genauer hinzuschauen. Im Influencer-Marketing geht es nicht um Quantität, sondern um Qualität. Und doch begegnen mir immer wieder Dienstleister, die auf die falschen Influencer setzen, weil sie von einer hohen Followerzahl beeindruckt sind.

Aber was, wenn die Hälfte dieser Follower gar nicht echt ist? Willkommen in der Welt der Fake-Follower auf Instagram. In diesem Artikel zeige ich dir, warum Fake-Follower für dein Business schädlich sind, wie du sie erkennst und vor allem: wie du Influencer findest, die wirklich zu deiner Marke passen.

Eine Hand mit einem Smartphone auf dem Instagram zu sehen ist, um Fake-Follower auf Instagram zu prüfen

Warum Fake-Follower schlecht für dein Business sind

Egal, ob du mit Influencern zusammenarbeiten möchtest oder selbst darüber nachgedacht hast, Follower zu kaufen, Fakt ist, Fake-Follower sind wie billige Schuhe: Sie sehen vielleicht gut aus, aber sie tun dir auf lange Sicht weh. Warum du als Dienstleister Fake-Follower unbedingt vermeiden solltest:

1. Verfälschte Zielgruppenanalyse

Die meisten gekauften Follower sind inaktive Accounts oder Bots aus Ländern, die nichts mit deinem Markt zu tun haben. Wenn die Followerbasis eines Accounts zu einem großen Teil aus Fake-Accounts besteht, versteht Instagram den Algorithmus deiner Marke nicht mehr. Ergebnis? Deine Inhalte werden an die falschen Menschen ausgespielt – und verpuffen im Nirgendwo.

2. Schlechte Engagement-Rate

Fake-Follower interagieren nicht. Sie liken nichts, kommentieren nichts und kaufen garantiert nichts. Selbst wenn ein Influencer Hunderttausende Follower hat, bleibt die Engagement-Rate bei Fake-Followern oft erschreckend niedrig. Für dich bedeutet das: Die Kooperation bringt null Ergebnisse.

3. Verlust von Glaubwürdigkeit

Wenn Kunden erkennen, dass du mit Influencern arbeitest, die offensichtlich Fake-Follower haben, leidet dein Ruf. Und lass uns ehrlich sein: In einer Branche, die auf Vertrauen aufbaut, ist das der Worst Case.

4. Rechtliche Risiken

Hier wird es spannend: Der Kauf von Fake-Followern ist rechtlich gesehen nicht verboten, aber es verstößt gegen die Richtlinien von Instagram und kann als „unlautere geschäftliche Handlung“ gemäß § 3 UWG gewertet werden (Quelle: Anwalt-Daum.de). Wenn ein Influencer Fake-Follower kauft und dich das schädigt, könnten sogar Schadenersatzansprüche ins Spiel kommen.

Wie du Fake-Follower erkennst

Du willst nicht auf die falschen Influencer reinfallen? Kein Problem, es gibt klare Hinweise, die du beachten kannst:

1. Plötzlicher Anstieg der Follower

Ein Influencer, der über Nacht Tausende neue Follower gewinnt, ist verdächtig. Natürlich kann ein viraler Post für Wachstum sorgen – aber in der Regel passiert das organisch und nicht auf einen Schlag.

2. Unpassende Followerprofile

Wenn ein Influencer aus Deutschland hauptsächlich Follower aus Indien, Bangladesch oder Pakistan hat, sollte bei dir die Alarmglocke schrillen. Diese Länder sind oft die Quelle von gekauften Accounts.

3. Niedrige Engagement-Rate

Ein Influencer mit 100.000 Followern und 50 Likes pro Post? Fake-Follower sind die wahrscheinlichste Ursache. Eine gute Engagement-Rate liegt im Bereich von 3–5 % oder höher.

4. Verdächtige Kommentare

Wenn Kommentare wie „Nice pic“ oder „😍🔥“ gehäuft auftreten, ohne dass sie zum Inhalt passen, sind das klare Hinweise auf gekaufte Interaktionen.

5. Tools wie inBeat nutzen

Ein Tool wie inBeat kann dir dabei helfen, die Echtheit eines Accounts zu überprüfen. Es zeigt dir, wie viele Follower echt sind, wie hoch die Engagement-Rate ist und gibt einen Score von 0 bis 10, der die Authentizität bewertet. Mit solchen Tools kannst du sicherstellen, dass dein Influencer wirklich hält, was er verspricht.

Ein Beispiel eines Accounts, der Fake-Follower nutzt.
Auf dem Bild habe ich ein reales Profil ausgewählt, von dem ich die Vermutung hatte, dass es Follower gekauft hat. Grund hierfür war der plötzliche Anstieg an sehr vielen Followern über Nacht. Und mein Instinkt hat mich nicht getäuscht. Der Account hat hier nun 1036 Follower, wovon 289 echte Follower sind. Der Rest (748) sind Fake-Accounts.

Der Score oben von 2,8 deutet auf die Qualität des Accounts hin. 10 ist das höchste und das beste.

Ist der Kauf von Followern legal?

Die Frage „Ist es legal, Follower zu kaufen?“ ist nicht so einfach zu beantworten, wie man denkt. Hier ein kurzer Überblick:

Rechtlich erlaubt, aber moralisch fragwürdig

Laut § 134 BGB gibt es kein gesetzliches Verbot für den Kauf oder Verkauf von Followern. Solche Verträge zwischen Anbieter und Käufer sind also gültig.

Verstoß gegen Plattform-Richtlinien

Instagram, Facebook und Twitter verbieten den Kauf von Followern ausdrücklich. Verstöße können zur Sperrung oder Löschung des Accounts führen – ein massives Risiko für Influencer.

Wettbewerbsrechtliche Probleme

Für Influencer und Unternehmen kann der Kauf von Fake-Followern eine „unlautere geschäftliche Handlung“ gemäß § 3 UWG darstellen, da eine hohe Followerzahl eine Beliebtheit vortäuscht, die es nicht gibt. Besonders Unternehmen könnten Schadenersatz leisten müssen, wenn sie Kunden mit solchen Praktiken täuschen.

Wie du in die richtigen Influencer investierst

Fake-Follower zu vermeiden ist das eine. Aber wie findest du Influencer, die wirklich zu deiner Marke passen? Hier ein paar Tipps:

1. Zielgruppenanalyse

Überlege dir genau, welche Zielgruppe du erreichen willst. Passt der Influencer zu deiner Branche? Teilen seine Follower ähnliche Interessen wie deine Kunden?

2. Engagement statt Followerzahl

Ein Influencer mit 5.000 aktiven Followern kann für dein Business viel wertvoller sein als jemand mit 100.000 inaktiven Followern. Achte auf Likes, Kommentare und Interaktionen.

3. Content-Qualität

Schau dir an, wie der Influencer Inhalte erstellt. Sind die Beiträge hochwertig? Passt der Stil zu deiner Marke?

4. Tools nutzen

Nutze Tools wie inBeat, so kannst du sicherstellen, dass die Follower des Influencers echt sind. Eine Analyse vor der Zusammenarbeit spart dir Geld und Nerven.

5. Transparente Kommunikation

Sprich offen mit Influencern über deine Erwartungen und Ziele. Authentische Influencer werden genauso offen mit dir kommunizieren und dir Einblicke in ihre Insights geben.

Warum Qualität vor Quantität geht

Influencer-Marketing ist kein Zahlenspiel. Es geht nicht darum, wer die meisten Follower hat, sondern darum, wer die richtigen Follower hat. Setze auf Influencer, die authentisch sind, eine klare Zielgruppe haben und echte Beziehungen zu ihren Followern pflegen.

Fazit: Investiere in Authentizität, nicht in Illusionen

Fake-Follower mögen auf den ersten Blick beeindruckend wirken, aber sie sind ein Trugbild, das deinem Business mehr schadet als nützt. Wenn du Influencer-Marketing erfolgreich nutzen willst, musst du in die richtigen Influencer investieren – solche, die ehrlich, authentisch und engagiert sind.

Und denk daran: Tools wie inBeat können dir helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Influencer-Marketing ist eine mächtige Strategie – aber nur, wenn du dich für Qualität entscheidest.

Wenn du weitere Fragen zu diesem Thema hast, melde dich gerne bei mir.

Sabine

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