Kennst du das? Du steckst all deine Leidenschaft, dein Talent, deine Kreativität in dein Business – und trotzdem melden sich immer nur die Paare, die dein Angebot „so schön finden, aber leider gerade nicht das Budget dafür haben“. Oder die sich beim Kennenlern-Gespräch begeistert zeigen, nur um dann zu fragen:
„Können wir da noch was am Preis machen?“
Und du? Lächelst höflich, versuchst diplomatisch zu bleiben, fühlst dich vielleicht ein bisschen überrumpelt – und machst am Ende doch einen kleinen Rabatt. Oder einen großen. Weil du ja nicht arrogant wirken willst. Weil du den Auftrag brauchst. Weil dir niemand beigebracht hat, wie du deine Preise durchsetzt.
Aber tief in dir fragst du dich: Warum passiert das immer wieder? Warum ziehe ich genau diese Kunden an?
Spoiler: Es liegt nicht an den Paaren. Es liegt an deiner Positionierung. Und ja, das ist gleichzeitig die gute Nachricht – denn das bedeutet, du kannst es ändern.

Billig zieht billig an. Premium zieht Premium an. Punkt.
Schon mal ein billiges Parfum gekauft, das in der Drogerie „wie Chanel“ riechen sollte – und nach 10 Minuten war der Duft weg? Oder bei einer Fast-Fashion-Marke ein Outfit für einen besonderen Anlass besorgt, nur um beim ersten Tragen festzustellen: Der Stoff fühlt sich nach Plastik an und nach der ersten Wäsche ist die Naht durch?
Genau so ist es mit deiner Brand.
Deine Marke entscheidet, wer sich bei dir meldet.
Wenn dein Branding, deine Kommunikation, deine Website nicht klar genug signalisieren, dass du im Premium-Segment spielst – dann zieht deine Außenwirkung genau die Menschen an, die nach einem Schnäppchen suchen.
„Aber ich bin doch gut in meinem Job –
reicht das nicht?“
Nope. Sorry.
Qualität und Talent reichen nicht, wenn du die falschen Menschen anziehst.
Es ist wie in der Liebe: Du kannst noch so ein toller Mensch sein, wenn du mit deinem Tinder-Profil das Gefühl vermittelst, dass du für eine schnelle Nummer zu haben bist, wirst du keine Menschen anziehen, die eine ernsthafte Beziehung suchen.
Positionierung ist kein Zufall – Positionierung ist eine bewusste Entscheidung.
3 Gründe, warum du die falschen Kunden anziehst
Okay, genug Theorie – lass uns mal schauen, wo das Problem liegt. Denn wenn du immer wieder Paare anziehst, die nur am Preis interessiert sind, liegt das meistens an drei Dingen:
1. Dein Branding sagt nicht „Premium“
Website-Baukästen, generische Canva-Logos, keine einheitlichen Farben, keine klare Bildsprache – all das schreit nicht „hochwertige Hochzeitsdienstleistung“, sondern „nebenbei mal selbstständig gemacht“.
Klar, du machst schöne Arbeit. Klar, du gibst dir Mühe. Aber wirkt deine Marke auch so? Würde jemand, der noch nie von dir gehört hat, dich für einen der Besten in deinem Bereich halten?
Premium-Kunden wollen Exklusivität, Ästhetik, ein rundes, professionelles Gesamtbild. Dein Branding entscheidet, ob sie dich als „Wow“ oder als „ganz nett“ einstufen.
Und „ganz nett“ zahlt keine Premium-Preise.
2. Deine Preise stehen nicht sichtbar auf der Website
Mal ehrlich: Hast du deine Preise klar und transparent auf deiner Website stehen?
Oder lässt du sie bewusst weg, in der Hoffnung, dass sich Paare erstmal in deine Arbeit verlieben – und dann den Preis schon irgendwie akzeptieren?
Fehler.
Premium-Kunden wollen wissen, was sie erwartet. Sie haben keine Lust auf Ratespiele oder unangenehme Überraschungen im Kennenlern-Gespräch. Wenn deine Preise nicht sichtbar sind, ziehst du automatisch mehr Anfragen von Menschen an, die „erstmal nur gucken“ und dann geschockt sind, wenn du deine Summe nennst.
Transparenz schafft Vertrauen. Und Vertrauen zieht die richtigen Menschen an.
3. Deine Kommunikation vermittelt „Ich bin verhandelbar“
Und jetzt mal Hand aufs Herz: Wie redest du über deine Preise?
Sagst du selbstbewusst „Mein Preis für eine Hochzeitsreportage beträgt 5.000 €“ – Punkt.
Oder fügst du unbewusst Relativierungen an?
- „Normalerweise nehme ich 5.000 €, aber je nach Budget kann man da noch was machen…“
- „Das wäre mein regulärer Preis, aber lasst uns schauen, was möglich ist…“
- „Ich verstehe total, dass Hochzeiten teuer sind… vielleicht können wir eine kleinere Variante machen?“
Diese Sätze wirken nett, sympathisch – aber sie öffnen die Tür für Verhandlungen. Und schwups, bist du wieder im „Können wir da noch was machen?“-Strudel gefangen.
Wie du ab sofort die richtigen Kunden anziehst
Jetzt denkst du vielleicht: Super, und was mach ich jetzt?
Hier sind deine nächsten Schritte:
– Investiere in ein Branding, das deine Wunschkunden anspricht. Ein edles Logo, eine professionelle Website, hochwertige Bilder – all das signalisiert: Hier gibt es Qualität, keine Kompromisse.
– Stehe zu deinen Preisen. Mach sie sichtbar, sei klar und selbstbewusst in der Kommunikation. Menschen, die dein Angebot wertschätzen, zahlen deinen Preis. Die anderen? Sollen weiterziehen.
– Lass das Thema „Rabatt“ nicht mal zur Diskussion zu. Wenn jemand versucht zu handeln, sag freundlich: „Ich verstehe, dass Budget ein Thema ist – aber meine Preise sind fix. Qualität hat ihren Wert.“ Punkt. Keine Rechtfertigungen.
– Sei mutig in deiner Außenkommunikation. Zeig deine Arbeit mit Stolz, sprich über deine Expertise, werde sichtbar. Menschen buchen Menschen, die eine klare Haltung haben.
Denn Fakt ist: Warum soll jemand 5.000 € in dein Business investieren, wenn du nicht bereit bist so viel in dein eigenes Business zu investieren? Denk mal darüber nach!
Hochwertige Kunden kommen nicht von selbst – du ziehst sie an
Und jetzt nochmal Klartext:
Deine Traumkunden sind da draußen. Sie existieren. Sie haben das Budget. Sie suchen genau das, was du anbietest.
Die Frage ist nur: Finden sie dich?
Wenn du aktuell nur Paare anziehst, die wenig zahlen wollen oder runterhandeln, dann liegt das nicht daran, dass es keine besseren Kunden gibt – sondern daran, dass deine Marke (noch) nicht die richtigen Signale sendet.
Premium ist eine Entscheidung. Eine Haltung. Eine Klarheit nach außen.
Die Frage ist also nicht, warum immer wieder die falschen Kunden kommen. Sondern: Wann triffst du die Entscheidung, dass es ab jetzt anders wird?
Herzliche Grüße
Sabine
0 Kommentare